Wie sehen Sie Biel, Herr Stöckli?
Hans Stöckli, Bieler Stadtpräsident und Gemeinderat, prägt mit seinem offenen Geist seit 1990 die Entwicklung der 50 000-Einwohner-Stadt am Jurasüdfuss nachhaltig.
Worauf ist der Erfolg der Stadt Biel
zurückzuführen?
Biel ging es nicht immer nur gut. Mit vereinten Kräften aus Wirtschaft, Bevölkerung und Behörden, und
dank der Expo.02, gelang ein beachtenswerter Aufschwung. Jeder zehnte Bieler Arbeitsplatz ist heute in der Kommunikationsbranche anzusiedeln, 12,5% der Arbeitsplätze bietet die Uhrenindustrie.
Zukunft von Biel?
Ich bin zuversichtlich, dass die positive Phase anhält. Trotz der momentanen Finanzkrise investieren die weltweit grössten Uhrenkonzerne, Swatch und Rolex, mehrere Hundert Millionen Franken und schaffen mehrere Hundert Arbeitsplätze. Zudem errichtet die Stadt neue Sportstadien und Quartiere.
Baustelle Biel
Biel ist momentan aufgrund der geplanten Autobahn- umfahrung eine grosse öffentliche Baustelle. Diese Bauarbeiten werden den Alltag der Bieler und die angrenzenden Gemeinden mindestens zehnJahre lang prägen. Durch die Umfahrung wird Biel vom Verkehr entlastet und gewinnt an Lebensqualität.
… Farbe
Bunt wie ein Blumenstrauss; hier treffen sich viele verschiedene Nationalitäten, Sprachen und Werthaltungen.
… Auto
Zuerst war es der Opel von General Motors, dann der Smart und künftig hoffentlich ein Hayek-Mobil.
… Frucht
Ein Früchtekorb. Im Mittelalter galt die Weintraube in dieser Region als Markenzeichen. Dies belegt die Vinetum-Rolex-Stiftung.
… Tier
Ein Affe. Der ist am menschenähnlichsten. Er ist sozial, resistent, anpassungsfähig, hat Familiensinn, ist ungehindert und vorwitzig. Biel hatte nie ein Wappentier.
… Musik
Ein Kunterbunt der Musikstile. Einerseits gilt Biel als Symphoniestadt, doch auch Rap, Hip-Hop und Jazz gehören hierher. Musik verbindet die Menschen aller Kulturen. Diese Sprache berührt die Herzen.
… Essen
Ein Fischgericht mit Gemüsebeilage. Zum Dessert gibt es Glace mit heissen «Chirschi». Der Fisch stammt aus den drei Seen der Region, das Gemüse und die «Chirschi» aus dem Seeland.